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Gesehen: Daft Punk’s Electroma

Eigentlich machen Guy-Manuel de Homem-Christo und Thomas Bangalter ja Housemusik, die sie unter dem Namen Daft Punk veröffentlichen. Zwischendurch gehen die zwei Franzosen aber auch einem anderen Hobby nach: Dem Filmen. Electroma ist nach D.A.F.T. und Interstella 5555 bereits das dritte Filmprojekt von Daft Punk, allerdings der erste richtige Spielfilm.

Die Geschichte von Electroma, der seine Premiere übrigens beim Filmfestival in Cannes feierte, ist schnell erzählt: Zwei Roboter, die laut den Credits nur die Namen “Hero Robot No. 1″ und “Hero Robot No. 2″ tragen, begeben sich auf eine Reise, um Menschen zu werden. Nach einer Operation, bei der ihre Roboter-Helme mit Hilfe von Latex in menschenähnliche Gesichter umgewandelt werden, verlassen sie die Klinik und zeigen sich mit ihren neuen Gesichtern in der Öffentlichkeit. Doch die Ortsbewohner - auch allesamt Roboter - zeigen sich schockiert und verfolgen die zwei Roboter, denen auf Grund der Hitze die Latexgesichter wegschmelzen. Der Versuch, zu Menschen zu werden, ist gescheitert. Nach einem langen Marsch, der in einer Wüste endet, geben die beiden auf und nehmen sich das Leben.

Wer sich nun fragt, wie man aus dieser Geschichte einen 90 74 minütigen Film machen kann, der fragt sich völlig zu Recht. Electroma erweist sich teilweise leider als ziemlich langatmig und könnte auch in fünf Minuten erzählt werden. Zu dem kommt, dass in Electroma kein einziges Wort geredet wird, auch musikalische Untermalung ist leider eher Mangelware.

Trotzdem ergibt die Stille zusammen mit den größtenteils sehr, sehr beeindruckenden Bilder eine tolle Atmosphäre, die Electroma zu einem gruseligen, traurigen aber auch lustigen Film macht, von dem man sich wunderbar berieseln lassen kann. Oder wie es Thomas Bangalter selber ausdrückte: “It’s a movie that does not require your brain to function.”



Dieser Beitrag wurde am 16.10.2007 um 14:34 Uhr von Heinz Rookwood veröffentlicht und unter Film abgelegt.

               

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