Steal it anyway!
Offensichtlich hat Radiohead’s Experiment doch nicht ganz so gut funktioniert, wie bisher angenommen. In Rainbows geht zwar weiterhin weg wie warme Semmeln und wurde angeblich knapp 1,2 Millionen mal in den ersten beiden Tagen von der Radiohead-Homepage heruntergeladen, zur gleichen Zeit wurde die Platte aber auch rund 500 000 mal bei diversen Tauschbörsen gesaugt. Knapp ein Drittel aller Fans wählt also die illegale Variante, obwohl sie die Möglichkeit hätten, sich das Album auch auf legalem Wege und das zudem noch gratis, zu besorgen.
Die Gund dafür, dürfte laut Experten vor allem die Tatsache sein, dass es für viele zur Gewohnheit geworden ist, Musik über P2P-Netzwerke herunterzuladen. Ich habe bereits von mehreren Leuten im Freundeskreis gehört, dass auch sie sich In Rainbows über Bittorrent & Co beschafft haben. In den meisten Fällen aufgrund der überlasteten Radiohead-Website.
Trotzdem dürfte das Album in finanzieller Hinsicht ein voller Erfolg sein: Experten schätzen die durchschnittlichen Einnahmen auf rund 5 bis 8 Euro pro Download. Hypebot rechnet uns vor, dass Radiohead selbst bei nur 2,5 Dollar pro Download, auf insgesamt knapp 3 Millionen Dollar Gesamteinnahmen kommen würde. Und das ist weitaus mehr als ein Major-Label zahlen würde!
Dieser Beitrag wurde am 18.10.2007 um 17:41 Uhr von Heinz Rookwood veröffentlicht und unter Musik, Netzkultur abgelegt.
 

Tags: In Rainbows, Musikindustrie, Piraterie, Radiohead
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